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Makronährstoffe

Nährstoffe, die nähren! 

Zucker=Kohlenhydrate, Eiweiße=Proteine und Fette=Lipide. Diese Wörter sind vielen durchaus bekannt. Doch oft nur oberflächlich. Was wirklich hinter diesen nährenden Substanzen steckt, wissen tatsächlich immer noch die wenigsten Menschen, die nicht gerade in dieser Materie arbeiten. 

„…. Ich würde mich ja gerne gesünder, eiweißreicher und kohlenhydratärmer ernähren,… aber ehrlich gesagt, ich weiß gar nicht, was ist eigentlich was…“ 

Dieses und ähnliche Aussagen widerfahren mir immer noch viel zu oft in meinen Beratungsstunden. Selbst im privaten Umfeld sind die Antworten ähnlich. Es wird viel gesprochen über gesunde, vitale, kraftvolle Nahrung. Aber so richtig wissen, was ist denn eigentlich was ist, tut der Laie nicht. 

Ein Grund, weshalb viele Diäten z. B. mit kohlenhydratarmer Ernährung und eiweißreicher, wenn überhaupt, nur eine begrenzte Zeit funktionieren. Der Organismus benötigt einen gewissen Anteil von allen Makronährstoffen. Der Körper ist eine sehr schlaue Einheit und weiß es im Inneren sowieso. Unbewusst werden nach einer bestimmten Zeit die Regeln gebrochen und bei einer plötzlichen Heißhungerattacke doch wieder eine Portion Nudeln konsumiert.

Wenn Sie verstehen, warum alle drei Stoffe wichtig für den Stoffwechsel und die Versorgung sind, wird hier deutlich besser eine sinnvolle Umstellung gelingen. Wirkungsvoll und nachhaltig! 

Einfach erklärt n drei einfachen Schritten:

  • Schritt 1: Was sind Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette? 
  • Schritt 2: Welche Funktionen haben sie?
  • Schritt 3: Welche Zusammenhänge gibt es mit Ihrer Gesundheit?

Schritt 1: 

Was haben ein Weizenmehlkorn und eine menschliche Knochenzelle gemeinsam? In ihren kleinsten Einheiten besteht ein Korn aus Makronährstoffen und zum Teil die Knochenzelle auch.

Genauer betrachtet besteht zum Beispiel eine 100g Weißbrotscheibe zu 50 g aus Kohlenhydraten, 40 g Wasser, 10 g Eiweiß und etwas Fett. 

Je nach Gewichtung sprechen wir von kohlenhdydratreichem Essen (z. B. Weißbrot oder Nudeln).

Ein Knochen besteht aus über 50 % nichtkörpereigenen Substanzen wie Eiweiß, Wasser und Kohlenhydraten. Also auch aus Makronährstoffen. Wasser zählt übrigens ebenfalls zu den Makronährstoffen. 

Der Körper besteht sogar zwischen 50-70 % insgesamt aus Wasser. 

Wasser kommt in vielen Geweben vor, wie im Knochen, Blutplasma oder einem Muskel.

Das reine Körpertrockengewicht besteht dann aus ca. 20 % Kohlenhydraten, 45 % Eiweiß und zu 35 % aus Fett. 

Grob gesagt, diese Makonährstoffe sind die Basis eines jeden Menschen. 

Schritt 2:

Makronährstoffe sind nährende Stoffe für den Körper. Ohne diese Stoffe gäbe es keinen lebensfähigen Organismus. Fette und Kohlenhydrate sind v. a. an der Energiegewinnung beteiligt, deswegen auch die Bezeichnung Brennstoffe.

Dabei ist Fett ein doppelt so hoher Energielieferant wie Kohlenhydrate und zudem ein wichtiger Transporter für Mikronährstoffe (z. B. Vitamine).

Tipp: Nutzen Sie dies, essen Sie Gemüse roh und mit ein wenig gesundem Öl z. B. einen Salat mit Öldressing.

Fett ist aber nicht nur ein Energiebringer, Fett schützt Sie. Zum einen wie ein Schutzmantel vor Kälte und zum anderen schützt es die inneren Organe.

Kohlenhydrate sind nicht nur Energielieferanten, sondern auch Energiespeicher. Ein „Zu Viel“ davon wird gespeichert und eingelagert, was bedeuten kann, dass Sie zunehmen.

Zudem sind sie Verdauungshelfer und Bestandteile von Knochen, Knorpeln und Bindegewebe. Sie regulieren den Wasser- und Elektrolythaushalt mit. Also viele wichtige Aufgaben. 

Proteine haben ebenfalls verschiedenste und wichtige Aufgaben, wie den Schutz vor Krankheiten, Blutgerinnung, Aufbau und Formgebung von Zellen (z. B. Aufbau von Muskelzellen), Transport- und Speicherfunktion von wichtigen Substanzen (z. B. Sauerstoff- oder Fetttransport, Eisenspeicher); auch Hormone und Enzyme sind Bestandteile der Proteine (z. B. Insulin).

Schritt 3: 

Je besser und ausgewogener Ihre zugeführten Makronährstoffe sind, desto besser geht es all Ihren Zellen, Ihrer Basis, Ihrem Körper und letztendlich Ihnen!

Makronährstoffe

 

Mikronährstoffe

Im Vergleich mit den Makronährstoffen unterscheiden sich diese tatsächlich von ihrer Größe. „Makros“ sind folglich die größten Bausubstanzen. 

„Mikro“ steht für „klein“ (wie Mikroskop). Mikronährstoffe werden in zwei Hauptgruppen unterteilt: Vitamine und Mineralstoffe.

Auch hier wieder drei einfache Schritte:

  • Schritt 1: Was sind Vitamine und Mineralstoffe? 
  • Schritt 2: Welche Funktionen haben sie?
  • Schritt 3: Welche Zusammenhänge gibt es mit Ihrer Gesundheit?

Schritt 1:

Vitamine und Mineralstoffe zählen zu den Vitalstoffen – chemisch unterschiedliche Substanzen, aber alle an Verdauungsprozessen beteiligt.

Vitamine kommen in Gemüse, Obst, Pflanzen, Eiern, Getreide- und Milchprodukten vor. Wenige Ausnahmen bildet der Körper selbst.

In einer Tabelle sehen Sie die Wirkung der Vitamine und deren Vorkommen, als auch dessen Bedarf.

Mineralstoffe sind grob gesagt Salze und Elektrolyte. Sie werden wiederum in zwei Gruppen unterschieden: 

1. Mengenelemente2. Spurenelemente
Benötigen Sie verhältnismäßig „viel“, deswegen der Name „Mengen“Davon benötigen Sie nur „Spuren“ Sind teilweise lebenswichtig, teilweise entbehrlich und manche sind giftig 
  • Kalium
  • Natrium
  • Kalzium
  • Chlor
  • Phosphor
  • Schwefel
  • Magnesium
Lebenswichtige Spurenelemente:

  • Eisen
  • Jod
  • Fluor
  • Kobalt
  • Chrom, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen, Zink 

Genauso wie die Makronährstoffe, sind Mikronährstoffe auch Substanzen, die Sie nicht nur zu sich nehmen, sondern Ihr Organismus auch essentiell braucht. Teils selbst produzierend, teils sollten diese in einer entsprechenden, regelmäßigen Dosierung zugeführt werden

Noch einmal zum Knochen; er besteht neben Makronährstoffen auch aus Salz (Calciumphosphat), also aus einem Mineralstoff.

Nicht nur Mineralstoffe sind Bestandteile in uns, auch Spurenelemente sind teilweise kleine Bestandteile von uns. Eisen ist Bestandteil von Hämoglobin (Blut), Jod von Schilddrüsenhormonen und Chrom, Kupfer, Selen, Zink usw. sind in Enzymen (wie die Makronährstoffe). Teilweise setzen Sie aber auch chemische wichtige Prozesse in Gang, wie z. B. das Vit. A beim Sehvorgang.

Schritt 3: 

Den Zusammenhang von Gesundheit und Krankheit bei Vitaminen und Mineralstoffen wissen Sie mit Sicherheit. Ein Mangel von bestimmten Mikronährstoffen würde Sie krank machen. 

Ein Beispiel zu Vit. A sollte Ihnen aber nochmals die Wichtigkeit zeigen:

Massive Mangelerscheinungen können führen zu:

  • teilweise irreversiblen Augenschäden
  • Mann:
    • Stillstand Spermienproduktion
    • Rückbildung Hoden 
  • Frau:
    • Austrocknung der Schleimhaut
    • Störungen im Östrogenzyklus
    • Ausbleiben der Empfängnis
    • bei Einnistung sogar Gefahr für Absterben des Embryos 
  • Kinder: Wachstumsstörungen
  • Zusätzliche Knochenbildungen, z. B. im Ohr

Sehr bedenklich und einschüchternd sind die Folgen eines Mangels. Aber: Ein Mangel von Vit. A ist in den Industrieländern sehr selten. 

Ein Mangel an diesem Vitamin kommt höchstens in Zusammenhang von massiven Erkrankungen im Organbereich vor, wie z. B. bei medikamentös unbehandeltem Morbus Chron oder bei Leberschäden, wie es bei Alkoholkranken sein kann. 

Aber keine Panik! Deutschland ist laut DGE „kein Vitaminmangelland“!

Das Deutsche Krebsforschungszentrum und das Bundesinstitut für Risikobewertung sehen unsere normale Versorgung als ausreichend. 

Es kann sich sogar laut Wissenschaftlern als ungünstig erweisen, Vitamine wie das Vit. A ergänzend zu nehmen. Genaue Angaben und Supplementierung sind jedoch immer individuell bei jedem Menschen zu betrachten. Wir empfehlen daher genauere Informationen für Ihren Bedarf von einem Arzt oder gut ausgebildeten Ernährungsberater / Wissenschaftler oder Vitalstoffberater einzuholen!

Gerne unterstützen auch wir Sie hier! 

info@bewegungsdimension.de 

Zusammengefasst

Makro- und Mikronährstoffe werden sowohl durch die Nahrung als auch durch Getränke aufgenommen. Beide sind lebensnotwendig. Außerdem setzen diese Stoffe sehr wichtige Prozesse in Gang. Sie sind wie das Benzin in einem Auto! Ohne Benzin könnten Sie nicht losfahren.